Gut aufgestellt!

Gut aufgestellt – das waren alle unsere Mannschaften in der vergangenen Saison nun wahrlich! Wir haben uns zu den sportlichen Erfolgen der letzten Spielzeit an dieser Stelle gebührend ausgelassen.

Gut aufgestellt zu sein, das gilt aber auch ganz allgemein für unseren Verein. Derzeit haben wir viele Mitglieder, die an den Mannschaftswettkämpfen teilnehmen können und auch möchten. Zudem sind im laufenden Jahr bereits zahlreiche neue Mitglieder zu uns gestoßen – darunter einige Hochkaräter! Sowohl im Jugend- als auch Erwachsenenbereich haben wir daher die Mannschaften ausgebaut: Die U20 erhält eine zweite Mannschaft (in der Jugend-Bezirksliga). Die Vierte haben wir zu einer 8er-Mannschaft aufgestockt und in der Kreisliga gemeldet. (Im Breitensport sind wir nun nicht mehr vertreten.)

Natürlich verzeichnen wir gelegentlich auch Austritte aus dem Verein, die wir aus schachlicher, aber vor allem aus menschlicher Sicht stets bedauern. Das betrifft meist Jugendliche, die entweder „flügge“ werden (Studium, Berufsausbildung, damit verbundener Umzug in eine andere Stadt, einfach keine Zeit mehr) oder sich einfach für ein anderes Hobby entscheiden. Über die Jahre gesehen konnten und können wir unsere Mitgliederzahl aber halten oder sogar leicht steigern.

In dieser Hinsicht bewegen wir uns glücklicherweise einmal entgegen dem allgemeinen Trend! Schaut man sich im regionalen und bundesweiten Umfeld um, so ist festzustellen, dass es für sehr viele klassische Sportvereine (darunter eben auch Schach) schwierig ist, neue Mitglieder, insbesondere im Jugendbereich, zu gewinnen und vor allem auch langfristig zu halten.

Daher freuen wir uns sehr über die vielen langjährigen Mitgliedschaften Jugendlicher und Kinder, die wir auch an unseren Nikolaus-Spieleabenden würdigen. Darauf werden wir auch immer wieder einmal bei diversen Schachveranstaltungen angesprochen: Was denn die Gründe dafür seien, dass wir so viele Jugendliche halten können? Da wir es selbst nicht wussten, haben wir einfach mal nachgefragt. Unsere Jugendlichen fühlen sich im Verein einfach wohl. Es gehört zum Freitag, Schach spielen zu gehen, nette Leute zu treffen und mit ihnen auch außerschachlich etwas zu unternehmen. Bei netten Leuten sind auch explizit die Erwachsenen eingeschlossen. Es besteht aus Sicht der Jugendlichen also keine Kluft zu den Erwachsenen. Ein Grund ist vermutlich, dass wir die Jugendlichen ernst nehmen, ihnen Verantwortung übertragen und sie eigene Ideen einbringen können und auch sollen.

Natürlich gehen wir auch in die Öffentlichkeit und nehmen häufig Angebote wahr, uns und unser Vereinsleben präsentieren zu können. Die Gewinnung neuer Mitglieder ist latent stets ein Thema. Auch hier gilt, dass immer wieder neue Ideen vieler verschiedener Mitglieder ausprobiert werden, wie Schachinteressierte angesprochen werden könnten. Wir wissen, wie alle anderen Sportvereine auch, dass man sich kontinuierlich um neue Mitglieder bemühen muss; Mitgliedergewinnung kann keine „Saisonarbeit“ sein. Offenbar gelingt uns das bislang gut, ohne an dieser Stelle hektisch zu sein oder zu werden.

Über jeden weiteren Interessenten, der den Weg zu uns in die Burse findet, freuen wir uns natürlich sehr!

Was ist in der vergangenen Saison nochmals deutlich geworden? Bei den Schachfüchsen kann man gutes Schach spielen, aber wir besitzen auch einen großen Sinn für Gemeinschaft, der auch gelebt wird. Letzteres zeigen zum Beispiel das wieder tolle Sommerfest, die Nikolaus-Spieleabende oder die jährliche Turnierfahrt der Jugend nach Borne.

Wir sind gut aufgestellt.

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