Tag 4 des Schach Camps

Der heutige Tag stand im Zeichen von vielen Turnieren – hier boten wir den Teilnehmern das Kennenlernen weiterer Turnierformen an. Nach dem Schweizer System im Montagsturnier und dem Arena Modus bei Lichess gab es heute vor der Mittagspause ein Halbscheveninger Turnier im Chess960 Format. Dabei gewann das Team „Die ungeraden Zerstörer“ (Lucas, Niels, Nodari, Johannes, Luca, Leon) gegen das Team „Springer“ (Paul, Tim, Mathilda, Theo, Philipp, Paulina) mit 13 – 5.

Nach der Mittagspause stand erst ein gewöhnliches Blitzturnier auf der Agenda bevor es zum Highlight jeder Schachfüchse-Freizeit resp. eines Camps kam: Unser Vier-Gewinnt-Turnier!

Das diesjährige Vier-Gewinnt-Sommerturnier(*) gewann Tim vor Michael und Louis.

Natürlich wurden vor den Turnieren auch wieder einige Tipps für das normale Schach gegeben.

(*) Das nächste Vier-Gewinnt-Turnier findet an unserem Nikolaus-Abend statt.

Tag 2 und 3 des Schach Camps

Am zweiten Tag haben wir die Burse nachmittags den Senioren überlassen und haben auf dem Schach-Lieblingsserver geschachert! Im „normalen Schach“ konnten sich die beiden Trainer Michael und Louis die vorderen Plätze sichern. Danach folgten die Teilnehmer unseres Camps: Lucas (18 Punkte), Tim (18), Niels (8), Nodari (8), Paul (8), Johannes (4), Luca (4), Philipp (4), Mathilda (2). Actionreicher war dann das Turnier im Atomschach. Die Trainer belegten die Plätze 1 und 3. Dazwischen drängte sich Paul mit 48 Punkten. Die weiteren Teilnehmer schlossen sich an: Lucas (33), Luca (33), Niels (29), Mathilda (25), Nodari (23), Johannes (16), Philipp (8). Am Vormittag lernten die Teilnehmer übrigens den Lieblingsserver und hilfreiche Tipps kennen.

Am Mittwoch waren wir neben dem Kuhtor und haben am Großspiel taktische Finessen und Techniken zum Mattsetzen kennengelernt. Angesichts des heißen Wetters haben wir uns mit einem kühlenden Eis erfrischt. Nachmittags stand die Geschichte von Phiona Mutesi im Mittelpunkt, die im vergangenen Jahr in Deutschland war und gegen unseren Schachfreund Bruno eine kurze Partie gespielt hat.

Tag 1 des Schach Camps

Nahezu pünktlich um 9:30 Uhr konnten wir alle 12 Teilnehmer*innen in der Burse begrüßen. Corona bedingt konnten wir leider nicht mehr Teilnehmer aufnehmen. Nach dem gegenseitigen Kennenlernen und einer kurzen Einheit zur Notation wurde das erste Turnier gespielt. Hier kam sogar ein DGT-Brett zum Einsatz.

Souverän und auch dank akribischer Regelkenntnis siegte Lucas vor Paul und Niels.

Nach einer ausgiebigen Mittagspause versammelten sich 10 Teilnehmer und Betreuer, um spannende Brettspiele kennen zu lernen: 4er Schach, T-Schach, Raindropchess, Shuuro und nicht zuletzt Freistil-Schach kamen zum Einsatz!

Zurück in der Burse!

Noch bevor von Landes- und Bundesregierung entsprechende Maßnahmen ergriffen wurden, hatten die Schachfüchse am 13. März beschlossen, das Training in der Burse wegen der Pandemie einzustellen. Wir sind daraufhin, wie man auf unseren Seiten nachlesen kann, mit dem Training und den Vorstandssitzungen in das Internet ausgewichen. Das ist dann soweit alles wunderbar gelungen, was natürlich auch an unserer Sportart liegt. Darüber haben wir ebenfalls berichtet.

Aber schnell machte sich die Sehnsucht nach echten Zusammenkünften breit, bei den älteren Erwachsenen noch stärker als bei den Jugendlichen.

Seit kurzer Zeit erlaubt es die Lage unserer Meinung nach, behutsam zum Training in der Burse zurückzukehren. Der Vorstand hat dazu ein entsprechendes Konzept ausgearbeitet. Dies betrifft einerseits Hygiene- und Abstandsregeln, andererseits aber auch die Durchführung des Trainings im Allgemeinen. Insbesondere sollte erwähnt werden, dass bis auf Weiteres die Teilnehmerzahl an den Trainings begrenzt sein muss. Daher ist eine vorherige Anmeldung erforderlich. Für den Jugendbereich gilt ferner, dass die Eltern die Burse nicht betreten dürfen. (Das sollte interessierte Kinder, die nicht Vereinsmitglied sind, aber nicht davon abhalten, sich einmal bei uns umzusehen. Wir sprechen gerne mit den Eltern vor der Burse!) Unser Konzept erfüllt natürlich sowohl die allgemein gültigen Verhaltensmaßnahmen als auch die speziellen des Eigners der Burse.

Am 19. Juni wurde, quasi als Testballon, ein erstes Präsenztraining für Erwachsene durchgeführt. Auch am darauf folgenden Dienstag konnten wir die von uns maximal erlaubte Anzahl an Teilnehmern in der Burse begrüßen. Somit starteten wir dann auch mit dem Jugendtraining pünktlich zur Zeugnisausgabe. Im Jugendbereich war der Zuspruch zu Beginn vergleichsweise gering, aber auch hier verzeichnen wir steigende Teilnehmerzahlen am Training. Zudem haben wir im Hinterkopf, dass ja Schulferien sind.

Unser Training findet mit den aktuell geltenden Regelungen und für die Erwachsenen leicht geänderten Zeiten also dienstags und freitags wieder in der Burse statt. Unsere bisherigen Erfahrungen sind durchweg positiv. Es ist ein gutes Gefühl, sich wieder echt gegenüber zu sitzen. Mit wachsender Erfahrung werden wir natürlich das Durchführungskonzept optimieren.

Wir freuen uns, dass wir Euch wieder persönlich sehen können! Neue Interessenten sind ebenso herzlich willkommen!

Digitale Transformation – Wirklich?

Eigentlich bin ich wahrlich kein Freund von Buzz Words. Trotzdem möchte ich an dieser Stelle einmal den Begriff Digitale Transformation aufgreifen, der ja aus gegebenem Anlass zur Zeit oft benutzt wird.

Die aktuelle Lage zwingt viele Unternehmen, Organisationen und Vereine, sich verstärkt mit Hilfe von Werkzeugen im Internet zu organisieren, was ja gemeinhin ein Aspekt der Digitalen Transformation ist. Auch wir haben dies in diversen Bereichen umgesetzt. Und wie viele andere haben wir ebenso die Erfahrung gemacht, dass die Erweiterung des digitalen Angebots und die stärkere Nutzung digitaler Werkzeuge eigentlich nur beschleunigt wurde. Viele Dinge waren prinzipiell schon vor der Pandemie geplant. Die Umstände waren die Triebfeder für eine schnellere Umsetzung. Vieles war schon begonnen, wurde jetzt aber verfeinert bzw. zuende gebracht.

So ist beispielsweise der kennwortgeschützte vereinsinterne Bereich auf unserer Website zu nennen, der als Sammelbecken für aktuelle Informationen und Rundbriefe dient („Nachrichtenkasten“). Das ist auch etwas aus der Kategorie Man-müsste-oder-könnte-mal. Die Idee gab es schon länger; das Konzept wurde nun verfeinert und rasch umgesetzt. Cool. Und einfach. Ebenso reibungslos verlief die Einführung oder verstärkte Nutzung der hier bereits mehrfach vorgestellten Werkzeuge wie z.B. Jitsi und Lichess. Weniger ist bekannt (selbst im Verein), dass wir seit etwa zwei Jahren neben der Website auch eine eigene Schachfüchse-Cloud besitzen. Intention war hier, eine Plattform für den Vorstand zur Kommunikation und Kollaboration zu schaffen. So starteten wir dort mit Dateidiensten, Textprogrammen und Projekttools. In der Schachfüchse-Cloud haben wir jetzt ebenfalls die Palette der Werkzeuge erweitert. So nutzen wir beispielsweise nun auch ein Umfragentool, um Abstimmungen oder Terminabsprachen unter den Mitgliedern zu ermöglichen. An dieser Stelle gilt wieder, dass diese Erweiterungen  ebenfalls nur ein (technisch) kleiner Schritt, aber von großem Nutzen waren!

Kommen wir schließlich noch einmal zurück auf die eingangs erwähnte Digitale Transformation. Die wollen wir doch eigentlich gar nicht. Das würde letztendlich bedeuten, dass wir das Schachspiel komplett in die digitale Welt, hier dann vermutlich das Internet, verschieben würden. Die meisten von uns lieben an dieser Stelle jedoch die analoge Welt; das haptische Erlebnis, Figuren über das Brett zu bewegen. Und schließlich wollen wir unserem Gegner auch tatsächlich gegenübersitzen. Insofern erlebten wir in den letzten Monaten eher eine digitale Erweiterung der Kommunikation bzw. verstärkte Nutzung digitaler, unterstützender Werkzeuge für uns. Und dies ist uns gelungen.

26.05.1894: Schachweltmeister Lasker!

Auf den Tag vor 126 Jahren stand fest, dass der deutsche Emanuel Lasker die Weltmeisterschaft für sich entschieden hat. Wenn das mal in Schachdeutschland kein Grund zu feiern war…

Vor zwei Jahren hat der Deutsche Schachbund das Laskerjahr ausgerufen. Zu diesem Anlass habe ich eine spannende Lasker Rallye entwickelt, bei der die Teilnehmer Stationen aufsuchen und Fragen zu Emanuel Lasker beantworten müssen.

Jetzt in Zeiten von Corona kann man diese Rallye wunderbar einsetzen: Entweder als Abwechslung zum Home Schooling im Kreis der Familie oder als erste gemeinsame Outdoor Aktivität der Schachgruppe, die sich die letzten zwei Monate nur online getroffen hat.

Die Lasker Rallye findet ihr in unserem Downloadbereich.

Viel Spaß dabei!

P. S.: Natürlich darf auch der einzelne Schachfuchs oder die einzelne Schachfreundin die Rallye lösen.

Schach online: Jede Menge (Turnier-)Angebote

Wir praktizieren derzeit Schach im Verein ja bekanntermaßen auf Lichess. Genutzt wird diese Plattform sowohl als Taktiktafel im Training, daneben veranstalten wir dort aber auch regelmäßig kleine Turniere für Jung und Alt. Dabei probieren wir sehr gerne Schachvarianten wie Horde oder King of the Hill aus. Auch Atomic war schon im Programm.

Neben uns tummelt sich in diesen Zeiten ja gewissermaßen die gesamte Schachwelt im Netz. Viele Vereine und Organisationen im Deutschen Schachbund bieten offene Online-Turniere an, insbesondere für die jüngeren Schachspieler. Beispielsweise fand vergangenen Samstag ein von der Schachjugend Linker Niederrhein organisiertes Jugend-Blitzturnier statt, bei dem zu Turnierbeginn 36 Spielerinnen und Spieler präsent waren:

Mindestens drei junge Schachfüchse waren mit am Start. Bei Lichess spielt man in der Regel mit mehr oder weniger kryptischen Benutzernamen. Mir sind nicht alle Benutzernamen unserer Mitglieder bekannt, daher könnten auch durchaus mehr Schachfüchse mitgespielt haben.

Der Arena-Turniermodus ist etwas gewöhnungsbedürftig. Das Turnier geht über eine bestimmte Zeitdauer. Es gibt keine festgelegten Runden. Wenn man mit seinem Spiel fertig ist, wartet man auf den nächsten Gegner. Zudem ist es möglich, und oftmals auch wahrscheinlich, dass man den gleichen Gegner mehrfach erwischt. Das Zuschauen macht aber eine Menge Spaß. Ohne zu stören können verschiedene Partien beobachtet werden und man kann sich im Zuschauerraum tummeln. Es lässt sich aber auch ein spezieller Spieler herauspicken, um dessen Spiele und Performance zu analysieren. Das ist so in der analogen Welt natürlich nicht möglich. Das angesprochene Turnier bot viele spannende und unterhaltsame Partien.

Nach 1½ Stunden sah das Siegertreppchen so aus:

Also nochmals, im Netz werden gerade jetzt jede Menge Möglichkeiten geboten, sich schachlich auszutoben. Trotzdem freuen sich sicherlich nicht nur die Schachfüchse schon sehr darauf, wenn es demnächst mal wieder mit „echtem“ Schach weitergeht.

Bleibt gesund!

Unsere Lichess-Welt

Während alle übrigen Vereine und Sportarten ihre Aktivitäten zurückfahren, passiert im Onlineschach das Gegenteil. Nicht nur die Schachfüchse, sondern eigentlich alle anderen Schachvereine treiben sich auf Lichess.org oder auf anderen Schachservern rum.

Wir haben bereits in Zeiten vor Corona den Server Lichess genutzt und haben dort nun unsere Aktivitäten ausgebaut:

  • Von den über 60 Schachfüchsen haben sich bereits 41 von ihnen bei Lichess registriert und nutzen den populären Server mehr oder weniger aktiv. (Stand: 20.04.2020)
  • Die Jugendtrainings findet mit Hilfe von Jitsi und Lichess jeden Freitag statt. Eine Anleitung für die Nutzung von Jitsi haben wir vor einigen Wochen an alle Schachfüchse gesendet.

Für alle Schachfüchse, vor allem für diejenigen, die noch nicht den Weg zu Lichess gefunden haben, habe ich in den letzten Tagen eine Handreichung geschrieben: Eine Einführung in die Lichess-Welt. Ihr findet sie im Download-Bereich.

Falls ihr Fragen habt, schreibt oder sprecht mich gerne an.

Kurze Zwischenmeldung aus dem Off

Na ja, so ganz aus dem Abseits melden wir uns ja nun doch nicht. Dazu aber gleich mehr.

Seit Wochen ist jetzt das öffentliche Leben aus gutem Grund mehr oder minder stark eingeschränkt. Wir als Schachfüchse unterstützen das, um das von den Verantwortlichen und Experten formulierte Ziel zu erreichen. Natürlich existiert eine große Unsicherheit, wann und wie es weitergeht. Das betrifft auch den Freizeit- und Sportbereich. (Und wir möchten bewusst thematisch an dieser Stelle nur im Sportbereich bleiben.) Einige Profiligen haben ihre laufende Saison bereits abgebrochen und werden somit kein sportliches Endergebnis (Meister, Abstieg, etc.) erhalten. In anderen Sportarten wird noch abgewartet und eine Wiederaufnahme des Spielbetriebs ins Auge gefasst. Die Olympischen Spiele und die Fußball-EM sind verschoben, andere Großereignisse (aus dem nächsten Jahr) mussten vor diesem Hintergrund ebenfalls geschoben werden. Was im Schach (auch für unsere Ligabereiche) passiert, wissen wir ebenfalls noch nicht. Vielleicht geht’s weiter, vielleicht wird die Saison abgebrochen: Das wird sich zeigen. Ich persönlich gehe jedenfalls davon aus, dass nicht mit dem geplanten Spiel unserer Dritten am 26. April die Saison wieder aufgenommen wird… Aber es ist an dieser Stelle auch nicht so wichtig. Wir warten einfach auf die richtigen Entscheidungen der Verantwortlichen aus Politik und Sport. Schade wäre es natürlich um die ONJK in Borne. Auch wenn bis August noch ein wenig Zeit ist, ist die Durchführung dieser Veranstaltung natürlich in keinster Weise gesichert.

Aber (und so nehme ich den Faden vom Beginn dieses Beitrags wieder auf) wir haben da mit unserer Sportart ja ein wenig Glück! Wir können sehr gut auf virtuelle Spielbretter ausweichen. Gerade Lichess bietet an dieser Stelle hervorragende Möglichkeiten. Zudem sind auch die im Netz verfügbaren Echtzeit-Kommunikationsplattformen (Online-Konferenzen) recht gut nutzbar. Das hat dazu geführt, dass unser Training im Jugendbereich nahezu ungehindert stattfindet, nachdem wir es – so lange es notwendig ist – ins Internet verlegt haben. Unsere Erwachsenen könnten an dieser Stelle noch ein wenig nachziehen! Es fehlen hier natürlich das haptische Erlebnis und der echte Kontakt zu den Vereinskameraden. Daher freuen wir uns auch schon darauf, wenn es in der Burse weitergeht. Aber vermutlich werden wir uns zunächst noch ein wenig im Netz treffen müssen.

Auf jeden Fall gilt natürlich weiterhin der Wunsch: Bleibt gesund!

Die U12 steht vor der nächsten Häutung

Am 1. März bestritt unsere U12-Mannschaft das letzte Spiel in der Verbands-Finalrunde. Dabei konnte gegen den Düsseldorfer SK ein abschließendes Unentschieden eingefahren werden, was der jungen Truppe am Schluss den 4. Tabellenplatz sicherte. Ein ganz hervorragendes Ergebnis, weil es die bislang beste Platzierung einer Schachfüchse-U12 darstellt! Der dritte Platz qualifizierte noch zur Teilnahme auf NRW-Ebene, die Chancen für ein Nachrücken standen schlecht und dazu ist es nun ja auch nicht gekommen. Dennoch danken wir den fünf in wechselnder Besetzung spielenden jungen Schachfüchsen und gratulieren zu einer wieder mal sehr schönen Saison(-leistung): Niels Bollow, Frederik Hesse, Kaan Yüce, Dorian Ebus und Nodari Montignies.

Ein besonderer Dank geht an Niels, Kaan und Dorian, die teilweise schon mehrere Jahre Teil dieser Mannschaft waren, aber nun leider zu alt für die U12 der nächsten Saison sind. Sie setzen nun ihre Schachkarriere in der U20 oder sogar in den Seniorenmannschaften fort. Auch in diesen Mannschaften wurden die drei Jungs gelegentlich jetzt schon eingesetzt.

Es mag zwar so sein, dass ein Großteil des Stamms wegfällt, aber wir sind trotzdem guter Dinge, auch in der kommenden Saison eine schlagkräftige U12 der Schachfüchse aufstellen zu können: Die nächste Generation steht schon in den Startlöchern. Auf geht’s!