Eine Woche Schach und Spaß bei den ONJK 2018

Vier Schachfüchse in der Gruppe B. Wer sieht sie?

Bereits zum vierten Mal hat eine Gruppe Kinder und Jugendliche der Schachfüchse Kempen an den ONJK, den offenen niederländischen Jugendmeisterschaften, teilgenommen. Dieses grandiose Turnier, das bereits seine 44. Auflage erlebte, ist ein Highlight im Schachfüchse-Jugendkalender! Neben dem hohen schachlichen Anspruch wird dieses Turnier in großartiger Weise kindgerecht gestaltet. In diesem Jahr wurde vom 06. bis zum 11. August um die Titel in den einzelnen Altersklassen gekämpft.

Um große Wiederholungen zu vermeiden, möchten wir an dieser Stelle nicht erneut auf die Struktur des Turniers und den weiteren Rahmen unserer Turnierfahrt eingehen. Wir verweisen diesbezüglich auf den entsprechenden Blogeintrag aus dem letzten Jahr.

Unsere Reisegruppe bestand diesmal aus acht Kindern und Jugendlichen: Michael Lettko hatte seinen Premierenauftritt im Schachfüchse-Trikot. Er hatte es wie erwartet recht schwer in der Gruppe A, da er ja insgesamt noch nicht sehr lange Schach sein Hobby nennt. In der Gruppe B waren wir mit Finn Wetzels, Jakob Schalm, Jules Brachmann und Louis Nopper personell am stärksten vertreten. Jan Henrik Bollow spielte zum ersten Mal in der Gruppe C. Lucas Hesse musste in D ran, während sein Bruder Frederik gleich zwei Turniere spielte (G und das kombinierte FGH). Zu den genannten Jungs kamen (zunächst) zwei erwachsene Betreuer. Wie im letzten Jahr waren dies der Jugendwart Armin Hesse mit Erik Bollow als Unterstützung. Am Dienstag stießen noch Karl-Heinz Ruland und Bruno Rousselet zur Truppe. Während Karl-Heinz an diesem Tag wunderbare Fotos machte und dann wieder nach Deutschland fuhr, blieb Bruno als weiterer Betreuer bis zum Ende der Veranstaltung.

Der Turnierveranstalter wartet immer wieder mit kleineren oder größeren Verbesserungen auf. Der Knaller war in diesem Jahr die große Anzahl der DGT-Bretter, welche es erlaubte, unglaublich viele Spiele live mitzuerleben! Alleine in der Gruppe C waren die ersten 20(!) der 34 Bretter elektronisch. Genial. Nun gut, der Hersteller sitzt in Enschede, gleich in der Nähe von Borne. In den Gruppen A bis C wurden größere Tische als in den Vorjahren ausprobiert, so dass dort zwei Bretter pro Tisch Platz fanden. Der Veranstalter bat uns um ein Feedback. Unsere Jungs beurteilten die Tische durchweg positiv. Abschließend noch eine Kleinigkeit, aber mit großem Effekt: Die Tür zum Spielsaal der Gruppen A bis C knallte aufgrund der Schließautomatik recht laut zu. Mit einem kleinen Stoffpolster konnte in diesem Jahr Abhilfe geschaffen werden.

Nicht nur der Veranstalter konnte mit Verbesserungen auftrumpfen. Auch wir haben mal wieder einige Kleinigkeiten anders gemacht als in den Vorjahren. Wir lernen eben auch. Hervorzuheben ist die deutlich größere Menge an mitgeführter technischer Ausrüstung. Zwei Notebooks, ein Netbook sowie ein Tablet, dazu natürlich der Beamer. Nahezu jeder Spieler hatte noch ein Mini-Partieeingabegerät dabei; viele nennen dieses Gerät irrigerweise auch Smartphone. Auf diese Weise konnten die gespielten Partien enorm schnell parallel in unserer Study auf lichess erfasst und am Spielort oder spätestens in der Unterkunft analysiert werden. Das führte verglichen mit den Vorjahren insgesamt zu einer deutlich größeren Entspannung.

In diesem Jahr haben wir noch ein wenig mehr Schach gemacht. Die Betreuer haben auch wieder tolles Schach von unseren Spielern gesehen. Und natürlich blieb genügend Zeit für weitere Freizeitaktivitäten (neu: eine Lasker-Rallye im Lasker-Jahr). Profitiert haben wir ein weiteres Mal von einer ganz tollen Gemeinschaft! Es hat erneut ganz hervorragend gepasst! Sicherlich war dabei hilfreich, dass die meisten Teilnehmer bereits Erfahrung mit (mindestens) einer Borne-Fahrt besaßen.

Einige Dinge sind aber schon gut und sollten nicht geändert werden. Die Unterkunft ist hier ein Beispiel. Und auch unser Live-Blog ist bei denen, die nicht in Borne vor Ort waren, wieder sehr gut angekommen. Das freut uns sehr. Die Begeisterung der teilnehmenden Schachfüchse für unsere Borne-Fahrt kann vermutlich weder im Live-Blog noch in diesem Artikel richtig rübergebracht werden. Lasst Euch von unseren Teilnehmern einfach etwas erzählen – dann packt Euch der Bazillus schon! Eine intensive Woche Schach hinterlässt ihre Spuren. Am Ende sind alle ein wenig müde – aber man hatte eine Menge Spaß und schachlich haben zumindest die Spieler viel gelernt.

Ach ja, der eigentliche Grund der Fahrt war ja das turniermäßige Schachspielen… Daher sollte abschließend noch einmal der Blick auf die schachliche Leistung gelenkt werden, zumal Spieler und Betreuer auch diesbezüglich sehr zufrieden sein können. Also:

Gruppe A (43 Teilnehmer, 9 Spiele)
42. Michael: + 0 0 0 0 0 1 0 0 => 2 Punkte

Michael hat’s gut gemacht. In der Gruppe mit dem durchschnittlich höchsten Niveau hat er als Quasi-Anfänger gut mitgehalten. Herzlichen Glückwunsch dazu! Der Lohn sind eine DWZ und Elo gleich nach seinem allerersten Turnier.

Gruppe B (49 Teilnehmer, 9 Spiele)
25. Louis: 0 1 ½ 0 0 1 1 ½ ½ => 4,5 Punkte
42. Finn: 0 0 ½ ½ 0 + 0 1 ½ => 3,5 Punkte
45. Jules: 0 ½ 0 ½ 0 1 + 0 0 => 3 Punkte
47. Jakob: 0 0 0 + 1 0 0 0 1 => 3 Punkte

Louis hat äußerst gut gespielt und eine wirklich bemerkenswert gute Platzierung erreicht. Aber auch Finn, Jules und Jakob können mit ihren Ergebnissen und Spielen durchaus zufrieden sein. Mit ein wenig mehr Glück oder Konzentration wäre noch der eine oder andere Punkt zusätzlich möglich gewesen.

Gruppe C (68 Teilnehmer, 9 Spiele)
57. Jan Henrik: 0 0 1 0 0 1 1 0 0 => 3 Punkte

Nach seinem kleinen Durchhänger im letzten Jahr spielte Jan ein gutes Turnier, auch wenn es die drei Punkte möglicherweise nicht ausdrücken. Aber Konzentration und eine vernünftige Spielanlage waren bei ihm das gesamte Turnier über zu erkennen.

Gruppe D (46 Teilnehmer, 13 Spiele)
34. Lucas: 0 0 0 0 1 1 0 1 0 1 0 1 1 => 6 Punkte

Irgendwie nicht Lucas‘ Turnier… Wir wissen ja alle, wie gut er (auch in Borne) abschneiden kann. Kommt eben schon mal vor. Gegen Ende war Lucas ja auch einigermaßen in der Spur. Im Fußball heißt es: „Mund abwischen, weitermachen.“

Gruppe G (21 Teilnehmer, 9 Spiele)
7. Frederik: 1 1 ½ ½ 0 1 0 0 + => 5 Punkte

Der jüngste unserer Gruppe legte los wie die Feuerwehr und hätte fast noch aufs Treppchen steigen können. Ganz toll gespielt, Freddi!

Gruppe FGH (46 Teilnehmer, 9 Spiele)
24. Frederik: 1 0 1 ½ 0 1 0 0 1 => 4,5 Punkte

Auch im folgenden FGH-Turnier konnte Freddi gut mithalten. Am Ende ging ihm offenbar ein wenig die Puste aus und er musste der langen, anstrengenden Schachwoche wohl doch Tribut zollen. Trotzdem ein gutes Abschneiden.

 

Eine tolle Woche mit tollen Leuten!

 

Einmal mehr vielen Dank an die Organisatoren der ONJK!
Wir sind im nächsten Jahr wieder dabei! Wer fährt mit?

Stadtmeister 2018 ausgespielt

Am vergangenen Freitag wurden die letzten beiden Runden der diesjährigen Stadtmeisterschaft gespielt. Nach insgesamt sieben Schnellschachrunden (Fischer-Modus) konnten wir den Sieger küren: Kempener Stadtmeister im Schach 2018 wurde – wie im letzten Jahr – Sebastian Theis! Dazu unsere herzliche Gratulation! Sebastian errang 6 Punkte. Hinter ihm wurde Göran Barz mit 5,5 Punkten Zweiter. Udo Steingrobe reichten seine 5 Punkte zum dritten Platz. Auch diesen beiden Herren gilt natürlich unser Glückwunsch!

Den 12 Teilnehmern hat das kleine Turnier wieder viel Spaß gemacht. Zieht man in Betracht, dass das Teilnehmerfeld doch anders zusammengesetzt war als im vergangenenen Jahr, könnte man sich auf ein noch stärker besetztes Turnier 2019 freuen, wenn alle aus 2017 und 2018 mitmachen. Wie wär’s?

Die Abschlusstabelle:

Pl.NamePunkteBuchh.
1Sebastian Theis6
2Göran Barz5,5
3Udo Steingrobe5
4Armin Hesse4,5
5Bernd Roosen3,525,5
6Daniel Badermann3,523,5
7Ljubomir Pantic2,524
8Husam Abu Sanimeh2,523,5
9Ralf Frischknecht2,519
10Bruno Rousselet220
11Jos Zajec217,5
12Erik Bollow1,5

Jugendturnier in Essen-Werden: Es war wieder schwer

Am vergangenen Sonntag trauten sich (so muss man es fast formulieren) vier Schachfüchse zu den 5. Werdener Jugendopen nach Essen. Die fünf Altersklassen waren wie in den vergangenen Jahren durchweg sehr gut besetzt, so dass dieses Turnier für uns eindeutig in die Kategorie Schwer fällt. Allerdings führten ungünstige Terminkonstellationen dazu, dass wir nicht mit mehr Schachfüchsen teilnehmen konnten. Schade. Zudem wurde die Betreuung unserer Spieler allein durch die Elternschaft realisiert. Vielen Dank an dieser Stelle an Karin und Christiane!

Das 9-rundige Turnier, das in diesem Jahr an einer anderen Schule stattfand, war wieder sehr gut organisiert. Das Teilnehmerfeld umfasste insgesamt 150 Spieler. Trotz der starken Konkurrenz konnten der ein oder andere Punkt eingefahren und teilweise sogar auch eine ordentliche Platzierung verbucht werden.

Die Ergebnisse aus unserer Sicht:

U16/18 (21 Teilnehmer)
20. Jules Brachmann – 0 1 0 0 + 0 0 ½ 0 – 2,5 Punkte

U12 (32 Teilnehmer)
10. Lucas Hesse – 1 0 0 1 1 0 1 1 0 – 5 Punkte

U10 (40 Teilnehmer)
20. Niels Bollow – ½ 0 1 1 0 1 0 1 0 – 4,5 Punkte
39. Dorian Ebus – 0 0 0 0 0 1 1 0 0 – 2 Punkte

Hipp, hipp, hurra, die erste Mannschaft steigt in die Verbandsliga auf

Was war das für eine hervorragende Spielzeit: Unsere Breitensportmannschaft – gut. Die Ergebnisse und das Abschneiden in der Kreisliga – bemerkenswert. Die Mannschaft in der Bezirksklasse – äußerst erfreulich.

Das Sahnehäubchen konnte aber am vergangenen Sonntag unsere erste Mannschaft draufsetzen: Am letzten Spieltag der Saison gelang ihr das Meisterstück! Sie wurde Erste in der Verbandsklasse und spielt demnach in der kommenden Saison in der Verbandsliga des Niederrheinischen Schachverbands. Der gesamte Verein freut sich mit der Mannschaft und gratuliert ihr zu diesem großartigen Erfolg!

Im letzten Spiel gegen die Dritte des Düsseldorfer SK musste dort ein Unentschieden erspielt werden, um ganz sicher Meister zu werden. Unseren acht Herren gelang diese Punktlandung. Auch wenn die Düsseldorfer mit Ersatz antraten, war das 4:4 kein Selbstläufer. Der eine oder andere wird im Verlauf des Matches sicherlich beschleunigten Puls oder erhöhten Blutdruck gehabt haben. Aber das macht den Erfolg doch nur schöner, oder?

Unsere Mannschaften schauen bereits nach vorne – in Richtung Saison 2018/2019. Unserer Ersten wünschen wir, dass sie die neue Spielklasse halten kann!

Die Schachfüchse Kempen 1: Frank-Josef Heikaus, Bernd Roosen, Franz Paus (spielte für Bernd), Christian Swemers, Sebastian Theis, Detlef Gotthardt, Christian Köning, Mannschaftsführer Göran Barz, Udo Steingrobe

Gutes Saisonergebnis der Dritten und Vierten

Vor wenigen Wochen hat ja zunächst unsere vierte Mannschaft in der Breitensportliga ihre Saison beendet. Schon eine Woche später tat es ihr die Dritte in der Kreisliga gleich.

Wie im letzten Jahr ist es schön, dass Karl-Heinz Ruland als Mannschaftsführer beider Mannschaften an dieser Stelle die Saison zusammenfasst und kommentiert. Zunächst seine Worte zur Kreisliga:

Unsere 3. Mannschaft war eine gesunde Mischung aus jungen und ‚alten‘ Schachfüchsen und konnte aufgrund der Tatsache, dass ein Abstieg ausgeschlossen war, recht locker aufpielen. Das soll aber nicht heißen, dass den Spielern der Ehrgeiz abhanden gekommen wäre.

Ich habe sehr viele Einzelspiele gesehen, bei denen die Kontrahenten sehr verbissen gekämpft haben. Besonders hervorheben möchte ich, dass gerade die jungen Spieler Louis Nopper, Jakob Schalm und Jan Bollow sehr sicher gespielt haben und auch schon ein hohes Maß an Erfahrung mitbringen, selbst wenn das ein oder andere Spiel verloren wurde. Die ‚Alten‘ sind aber auch mit viel Kampfgeist zu Werke gegangen und haben sich nicht leichtfertig mit einem Remis zufrieden gegeben. Dafür muss ich insbesondere auf Erik Bollow und Ulli Effmert hinweisen.

Die Spielsaison hat somit auch einen für mich sehr überraschenden Verlauf genommen. Bis vor dem letzten Mannschaftsspiel konnte die 3. Mannschaft die Tabellenführung erringen; ein Erfolg, mit dem ich vor der Saison niemals gerechnet hatte. Insgesamt wurde nur einmal verloren, zwei Spiele endeten Remis, aber drei Mannschaftsspiele konnten gewonnen werden. Zu berücksichtigen ist dabei, dass die Mannschaft bei ihren letzten vier Spielen in Folge nur mit sieben Spielern antreten konnte, weil sich die Ersatzgestellung als sehr, sehr schwierig erwies. Für den Mannschaftsführer keine schöne Situation.

Insgesamt gesehen hat diese Spielsaison aber viel Spaß gemacht!“

Das klingt alles in allem ja äußerst positiv. Als Mannschaftsmitglied kann ich den Aspekt bezüglich Ehrgeiz nur unterstreichen. Auch wenn es nur die Kreisliga war: Diejenigen, die spielten, wollten auch gewinnen. (In dieser Spielklasse belegten die Schachfüchse übrigens am Ende den dritten Platz.)

Was sagt Karl-Heinz denn zur Saison der Vierten?

Aufgrund der eingeplanten Ersatzgestellungen für unsere 3. Mannschaft konnte die 4. Mannschaft leider nie in Bestbesetzung spielen. Insgesamt war die Mannschaftsaufstellung sehr schwierig, da es viele Absagen gegeben hat.

Auch wenn ich offiziell als Mannschaftsführer gemeldet war, hat Jan Niedling in der Praxis diese Aufgabe übernommen. Jan konnte von den 6 Spielen viermal mitspielen. Jan Bollow, Johannes Kluyken, Finn Wetzels und Jules Brachmann haben jeweils dreimal mitgespielt, während Gregor Poeth auf 2 Einsätze kam und Tabea Schneider leider nur einmal mitgespielt hat.

Im Ergebnis wurde ein Mannschaftsspiel gewonnen, drei Spiele endeten Remis und zwei Spiele wurden verloren, womit der 5. Tabellenplatz von 7 teilnehmenden Mannschaften erreicht wurde. Unter Berücksichtigung der vielen Ersatzgestellungen ist das ein recht achtbarer Erfolg!

Also auch hier ein Ergebnis, hinter dem man sich nicht verstecken muss. Sehr schön!

Wir würden uns natürlich freuen, wenn die nächste Saison in diesen Spielklassen ebenso erfolgreich verläuft. Oder sogar noch besser? Mal sehen…

Jugend-Stadtmeister gesucht und gefunden

Am 16. März und am 20. April wurde um den diesjährigen Jugend-Stadtmeistertitel gespielt. Das Turnier war offen für alle Kempener Kinder und Jugendlichen, aber leider nahmen doch nur Vereinsmitglieder teil. Gespielt wurden insgesamt 5 Runden Schweizer System mit einer Bedenkzeit von 20 Minuten plus 5 Sekunden pro Zug.

Jugend-Stadtmeister im Schach 2018 wurde ohne Punktverlust am Ende Daniel Badermann. Dazu unsere herzlichste Gratulation! Zweiter wurde mit 4 Punkten Jules Brachmann. Bronze ging mit 3 Punkten an Jan Henrik Bollow. Auch diesen beiden jungen Herren gratulieren wir natürlich zu ihrer Platzierung.

Daniel ragt mit seiner Spielstärke natürlich ein wenig heraus. Aber insgesamt hatten wir spannende Spiele und einen harten Kampf um die Plätze, wie die abschließende Fortschrittstabelle zeigt:

Die jüngsten Schachfüchse wieder mit guten Ergebnissen bei der VJEM

Am 24. März fand traditionsgemäß im Vereinsheim des Turm Krefeld die verbandsintern offene U10-Einzelmeisterschaft statt. Wie immer war es eine sehr gelungene Veranstaltung für die Kinder. Glücklicherweise hatte der Organisator auch wieder bestes Wetter mitgebracht, so dass die Zeit zwischen den Spielen und in der Mittagspause herrlich auf der großen Wiese genutzt werden konnte. Hier geht also zunächst einmal ein herzlicher Dank an den Turm Krefeld!

Es trafen sich 11 Spielerinnen, die wie im Vorjahr für sich ein Rundenturnier gespielt haben (ohne Schachfüchse-Beteiligung). Bei den 36 Jungs (9 Runden Schweizer System) mischten dann aber vier Schachfüchse mit: Dorian Ebus, Frederik Hesse, Kaan Yüce und Niels Bollow. Denjenigen von ihnen, für die es nicht die erste Teilnahme an diesem Turnier war, gelang jeweils ihre beste Platzierung! Niels verpasste auf Platz 5 sogar äußerst knapp die Qualifikation für die NRW-Meisterschaft. Kaan wurde 15., Frederik landete knapp dahinter (18.). Und auch Dorian erreichte einen guten 20. Platz:

Niels – 1 0 1 1 1 1 0 0 1 – 6 Punkte (5.)
Kaan – 0 1 1 0 1 0 1 0 1 – 5 Punkte (15.)
Frederik – 0 0 1 1 r 1 0 1 0 – 4,5 Punkte (18.)
Dorian – 0 1 r 1 0 0 0 1 1 – 4,5 Punkte (20.)

Prima gespielt, Jungs!

In kleiner Besetzung nach Venlo

Nein, nicht zum Shoppen. Am vergangenen Sonntag gab es in Venlo die 27. Auflage des Theo-van-Spijk-Jugendturniers. Drei junge Schachfüchse vertraten dort unsere Farben. Das kleinere, aber schöne Venloer Jugendturnier wird von den Schachfüchsen seit einigen Jahren besucht. Insgesamt scheint es in Deutschland sehr beliebt zu sein: Von den 43 Teilnehmern kamen 22 aus Deutschland! So trafen Jules und Louis in der kombinierten AB-Gruppe auf alte und spielstarke Bekannte von Bayer Uerdingen. Auch Niels kannte den einen oder anderen Gegner in seiner EFGH-Gruppe.

Jules landete mit 2 von 7 Punkten direkt hinter Louis, der mit 3 von 7 Sechster wurde. Sie gelangten so auf den 5. bzw. 4. Platz in ihrer Wertungsgruppe B. Niels reihte sich mit seinen 6,5 von 11 im Mittelfeld auf Platz 7 ein (5. der Gruppe E). Es war ein nettes Turnier mit sehr freundlichen Gastgebern. Wir kommen im nächsten Jahr gerne wieder. Dann vielleicht auch wieder mit mehr Spielern? Das wäre schön.

Hier sind noch die Abschlusstabellen der Gruppen, die wir auf der Website der Venloer Schachvereinigung gefunden haben. Dort findet sich auch ein kleiner Bericht zum Turnier mit einer Verlinkung auf schöne Fotos.

WM-Kandidatenturnier – live mit den Schachfüchsen

Wer wird der Herausforderer von Magnus Carlsen bei der diesjährigen Schachweltmeisterschaft im November in London? Die Antwort gibt das Kandidatenturnier, das vom 10. – 28. März in Berlin ausgetragen wird. Dort treffen sich acht Spieler der Weltspitze, die sich auf unterschiedliche Weise für dieses Turnier qualifiziert haben.

Das Tolle diesmal: Die Schachfüchse werden im Rahmen einer Aktion des Deutschen Schachbundes die 11. Runde des Kandidatenturniers öffentlich live zeigen können!

Am

23. März 2018 (Freitag)
ab 16:00 Uhr
in der Burse, Kempen

dürfen wir den Spieltag öffentlich übertragen. Für diese Veranstaltung wird natürlich kein Eintritt erhoben. Wir freuen uns über viele Zuschauer. Insbesondere sind auch diejenigen recht herzlich eingeladen, die mit Schach bisher wenig Kontakt hatten. Wir möchten gerne zeigen, wie spannend und schön Schach sein kann.

(Es wurde vermutlich bemerkt, dass der Autor den falschen Begriff Public Viewing verweiden wollte, auch wenn dieser sich allgemein durchgesetzt hat.)

Aus dem Turnier im Kühlhaus Berlin-Kreuzberg wird einer dieser Herren als Herausforderer des Weltmeisters hervorgehen:

  1. Sergej Karjakin (Verlierer der WM 2016)
  2. Lewon Aronjan und
  3. Ding Liren (die beiden Bestplatzierten des Weltpokals 2017)
  4. Shakhriyar Mamedjarow und
  5. Alexander Grischuk (die beiden Bestplatzierten des Grand Prix 2017)
  6. Wesley So und
  7. Fabiano Caruana (beste gemittelte Elo-Wertungen 2017)
  8. Wladimir Kramnik (Wildcard der FIDE)

Weitere Informationen gibt es auf der entsprechenden Turnierseite des Deutschen Schachbundes.

[Update 05.03.2018]
Die Übertragung von Schachpartien und -turnieren soll offenbar aus einer etwas angestaubten Ecke geholt und somit publikumswirksamer dargeboten werden. Dies lässt sich zumindest aus einer heute veröffentlichten (englischsprachigen) Ankündigung des Broadcasters, der das Live-Streaming des Kandidatenturniers übernimmt, entnehmen.

Tolle Saison unserer U12-Jugendmannschaft nun beendet

Heute fand die abschließende fünfte Runde in der U12-Jugend-Mannschaftsmeisterschaft der Schachjugend Niederrhein statt. Erstmalig hatten sich unsere Schachfüchse ja durch die gute Leistung beim Qualifikationsturnier für diese Endrunde qualifizieren können. Diese Endrunde wurde für unsere Jungs erwartungsgemäß schwer, es konnte auch nur ein Mannschaftssieg eingefahren werden. Trotzdem endete diese Saison für die U12 erfreulicherweise später als sonst.

Wir spielten durchweg in der Besetzung Lucas Hesse, Julien Nowak, Niels Bollow und Kaan Yüce. Alle machten ihre Sache toll! Das eine oder andere Unentschieden oder ein Mannschaftssieg mehr wären durchaus im Bereich des Möglichen gewesen, aber einige Partien wurden dann doch nicht konzentriert zu Ende gespielt. Dennoch: Ich denke, die Vier haben wieder eine Menge Erfahrung gesammelt. Lucas und Julien spielten in der Regel sehr stabil und bei Niels und Kaan war die Zunahme der Spielstärke von Spieltag zu Spieltag zu erkennen. Lucas kann noch eine Saison in dieser Mannschaft spielen, Niels und Kaan sind ja sogar noch U10! Nur Julien (man wird eben nicht jünger) kann nicht mehr dabei sein, sehr schade.

Wir sollten der kommenden Saison mit Vorfreude entgegen sehen: Neben den dann drei etablierten Spielern sehen wir derzeit auch einige Kinder im wöchentlichen Training, die schon ein beachtliches Spielverständnis besitzen. Wenn sie möchten, werden sie sicherlich auch schon in der nächsten Saison mit der Mannschaft am Brett sitzen.